Lichtzünden

 

Pressearchiv

13
Okt
Erscheinungsdatum: 13./14..10.18 Quelle: OZ Autor: Thomas Niebuhr S. 11

27
Sep
Erscheinungsdatum: 27.09.18 Autor: Phillip-Granzow Quelle: NNN S. 09

27
Sep
Erscheinungsdatum: 27.09.18 Quelle: OZ Rubrik Magazin S. 1

Gottesdienste September 2018

Gottesdienste freitags immer um 17.30 Uhr, montags, donnerstags und samstags 9.30 Uhr.

09.09. - Erew Rosch Haschana. 10.09. - Rosch Haschana, 1. Tag des Jahres 5779. 10.09. – Rosch Chodesch Tischri. 11.09. - 2. Tag Rosch Haschana. 12.09. - Fasten Gedalja. 18.09. - Erew Jom Kippur. 19.09. - Jom Kippur, Jiskor. 23.09. - Erew Sukkot. 24.-25.09. - Sukkot. 30.09. - Hoschana Rabba. 01.10. - Schemini Azereth, Jiskor. 02.10. - Simchat Thora.

Die Gottesdienste am 1., 9., 10., 21., 22., 23., 24.09. und 01.10. leitet Landesrabbiner Yuriy Kadnykov, die übrigen Kantor Leonid Bogdan. Am 01., 22.09. nach dem Gottesdienst Unterricht mit Rabbiner Kadnykov (deutsch).

Vorschau September 2018

02.09.18, 10.30 Uhr, Sonntagsschule mit Rabbiner Kadnykov
03.09.18, 17 Uhr, Wissensklub
05.09.18, 14.30 Uhr, Seniorenklub „Veteran“

06.09.18, 16 Uhr, Frauenklub

Liebe Gemeindemitglieder und Besucher! Am 10., 11., 19., 24., 25.09., 01., 02., 03.10. hat die Gemeinde wegen der Feiertage nur zu Gottesdiensten geöffnet. Büro, Bibliothek sind geschlossen, Zirkel, Unterricht fallen aus.

silvester09.09.18, 18 Uhr, Wir begrüßen das neue Jahr 5779 und laden Sie alle recht herzlich zum Festgottesdienst und zur gemeinsamen Feier ein! Die Leitung hat Landesrabbiner Yuriy Kadnykov. Ihnen allen Schanah towah umetukah! Ein gutes und süßes 5779! Karten für das Festessen (5€) gibt es im Vorverkauf in der Sozialabteilung.

10.09.18, 9.30 Uhr, Gottesdienst - 1. Tag Rosch Haschana
18.09.18, 19 Uhr, Gottesdienst zu Jom Kippur
19.09.18, 9.30 Uhr, Gottesdienst zu Jom Kippur, Jiskor
19.09.18, 19 Uhr, Gottesdienst zu Jom Kippur
20.09.18, 17 Uhr, Kinoklub
23.09.18, 18 Uhr, Gottesdienst zu Sukkot
24.09.18, 9.30 Uhr, Gottesdienst zu Sukkot
26.09.18, 16 Uhr, Gesundheitsklub
27.09.18, 14.30 Uhr, Seniorenklub „Veteran“
01.10.18, 9.30 Uhr, Schemini Azeret. Jiskor
01.10.18, 18 Uhr, Gottesdienst zu Simchat Thora

Theaterstudio, Zirkel und Unterricht

Israelische Tänze: montags 15.30 Uhr (Anmeldung bei S. Ellmer)
Hebräischunterricht: donnerstags 10-18 Uhr (verschiedene Gruppen, Anmeldung bei S. Koschuba)
Deutschunterricht für Senioren: montags und donnerstags (Anmeldung bei I. Jerjomin)
PC-Kurse für ältere Gemeindemitglieder: sonntags ab 10 Uhr (Info bei L. Royzman, ab Oktober)
Russischunterricht und Musikunterricht für Kinder: sonntags 10 Uhr bzw. 13 Uhr (Info bei I. Kazakova bzw. V. Prokoffieva)
Kunstzirkel: sonntags ab 11.45 Uhr (verschiedene Gruppen, Info bei F. Levochkina)
Schach (TuS Makkabi Rostock e.V.): täglich, außer samstags (Info bei L. Reznik)

Wenn Sie sich für das Theater interessieren und sich schon immer einmal in der Rolle eines Schauspielers, Musikers, Ton- oder Lichttechnikers (bzw. der entsprechenden weiblichen Rolle) ausprobieren wollten, dann kommen Sie doch einfach in unser Theaterprojekt! Das Theaterstudio der Gemeinde probt täglich, außer samstags. Die Anmeldung erfolgt bei der Projektleiterin Margarita Vishnyakova (Verdiente Schauspielerin Russlands).



Gottesdienste Oktober 2018

Gottesdienste freitags immer um 17.30 Uhr, montags, donnerstags und samstags 9.30 Uhr.

01.10. - Schemini Azereth, Jiskor. 02.10. - Simchat Thora. 9.10. – Rosch Chodesch Cheschwan.

Die Gottesdienste am 1., 9., 10., 21., 22., 23., 24.09. und 01.10. leitet Landesrabbiner Yuriy Kadnykov, die übrigen Kantor Leonid Bogdan. Am 01., 22.09. nach dem Gottesdienst Unterricht mit Rabbiner Kadnykov (deutsch).

Vorschau Oktober 2018

01.10.18, 9.30 Uhr, Schemini Azeret. Jiskor

01.10.18, 18 Uhr, Gottesdienst zu Simchat Thora

Liebe Gemeindemitglieder und Besucher! Am 01., 02., 03.10. und 31.10. hat die Gemeinde wegen der Feiertage nur zu Gottesdiensten geöffnet. Büro, Bibliothek sind geschlossen, Zirkel, Unterricht fallen aus.

Collage Kulturtage

08.10.18, 17 Uhr, Wissensklub

10.10.18, 14.30 Uhr, Seniorenklub

14.10.18, 17 Uhr, Eröffnungskonzert der 3. Jüdischen Kulturtage in Rostock mit dem Leipziger Synagogalchor, Kirche Warnemünde, Kirchenstraße 1, 18119 Warnemünde, Eintritt 8/10 €

16.10.18, 20 Uhr, Lesung mit Hans Joachim Schädlich „Felix und Felka“, Moderation: Ernst-Jürgen Walberg, Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Str. 21, Eintritt 5/8 €

17.10.18, 17 Uhr, Ausstellungseröffnung "Juden in Rostock. Einst und Jetzt." 17. Oktober 2018 - 18. April 2019, Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10, Eintritt zur Eröffnung frei, Spenden willkommen

17.10.18, 20 Uhr, Konzert mit der Gruppe Sistanagila: Iran und Israel – ein musikalisches Projekt, BÜHNE 602, Warnowufer 55, 7/12/15€, mit Unterstützung des Zentralrats der Juden

18.10.18, 17.30 Uhr, Mitgliederversammlung des Vereins "A. Bernhard" e.V., Wahl eines neuen Vorstandes, Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10.

18.10.18, 19 Uhr, Kirchenmusikdirektor Johannes Vetter: "Die andere Orgelbewegung - Wie die Orgel in die Synagoge kam", Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10, Eintritt 5€.

20.10.18, 20.30 Uhr, Konzert mit FREYLEKHS 3000: Hafla in Odessa (DJ Yuriy Gurzhy, Uros Petkovic, Max Bakshish), JAZ, Lindenstraße 3b, Eintritt 5/8€. Mit Unterstützung des Zentralrats der Juden

21.10.18, 15 Uhr, Alexander Jacobowitz und seine Marimba, ein Programm für die ganze Familie. Gemeindesaal. Eintritt 5/8€

23.10.18, 19 Uhr, Konzert mit dem Diplomatischen Streichquartett Berlin (M. Hummel, F. Klein, E. Herzog, P. Kiessling), Plastiksaal der Kunsthalle Rostock, Schwanenteich, Eintritt 5/8€

24.10.18, 16 Uhr, Gesundheitsklub

24.10.18, 19 Uhr, Diskussion zum Thema "Juden und Muslime in Deutschland: wahre Feinde, falsche Freunde?" u.a. mit Dr. Felix Klein (Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland) u. Dervis Hizarci (KIgA), Organisation Geschichtswerkstatt Rostock e.V., Moderation Dr. Florian Ostrop, Neuer Markt 1, Eintritt frei, Spenden willkommen

25.10.18, 14.30 Uhr, Seniorenklub „Veteran“

25.10.18, 20 Uhr, Das Theaterprojekt der Jüdischen Gemeinde präsentiert das Stück „Die Nacht vergeht“ nach E.M. Remarque, Bühne 602, Warnowufer 55, Eintritt 5/8 €, erstmals komplett in deutscher Sprache

26.10.18, 16 Uhr, Gespräch mit Pastor Tilman Jeremias und Landesrabbiner Yuriy Kadnykov zum Thema Schabbat, Jüdische Gemeinde Rostock, Eintritt frei, im Anschluss offene Schabbatfeier

28.10.18, 10.30 Uhr, Sonntagsschule mit Landesrabbiner Y. Kadnykov

28.10.18, 9-16 Uhr, Schachturnier MAKKABI OPEN, Organisator Makkabi Rostock e.V.

29.10.18, 19 Uhr, BÖLL-Montagskino, Film & Gespräch „Die Unsichtbaren – wir leben“ mit Regisseur Claus Räfle, LI.WU. (Frieda 23), Friedrichstraße 23, Eintritt 5/6/7,50 €

31.10.18, 20 Uhr, Musiklesung mit Nina Hoger & Ensemble Noisten, Lyrik und Prosa von Else Lasker-Schüler, Peter-Weiss-Haus, Doberaner Straße 21, Eintritt VVK 6/10 €, Abendkasse 8/12 €

01.11.18, 19 Uhr, Posaunenkonzert "Intermezzo with Israeli Music and Friends" (mit Thomas Mercat, Marcel Puig, Amit Rosenzweig und Marick Vivion), Max-Samuel-Haus, Schillerplatz 10, Eintritt 10€/8€ (Jugendliche unter 18 Jahren)

03.11.18, 20 Uhr, "Porträtkonzert mit Werken des Komponisten Szymon Laks", Pianist J. Vetter, Sopranistin F. Frenzel, Kirche St. Johannis, Tiergartenallee 4, Eintritt frei. Spenden willkommen

04.11.18, 18 Uhr, Abschluss der 3. Jüdischen Kulturtage: Konzert der Klezmerband „Klezmafour“ (Polen), Jüdische Gemeinde Rostock, Eintritt 6/10€

Theaterstudio, Zirkel und Unterricht

Israelische Tänze: montags 15.30 Uhr (Anmeldung bei S. Ellmer)

Hebräischunterricht: donnerstags 10-18 Uhr (verschiedene Gruppen, Anmeldung bei S. Koschuba)

Deutschunterricht für Senioren: montags und donnerstags (Anmeldung bei I. Jerjomin)

PC-Kurse für ältere Gemeindemitglieder: sonntags ab 10 Uhr (Info bei L. Royzman)

Russischunterricht und Musikunterricht für Kinder: sonntags 10 Uhr bzw. 13 Uhr (Info bei I. Kazakova bzw. V. Prokoffieva)

Kunstzirkel: sonntags ab 11.45 Uhr (verschiedene Gruppen, Info bei F. Levochkina)

Schach (TuS Makkabi Rostock e.V.): täglich, außer samstags (Info bei L. Reznik)

Wenn Sie sich für das Theater interessieren und sich schon immer einmal in der Rolle eines Schauspielers, Musikers, Ton- oder Lichttechnikers (bzw. der entsprechenden weiblichen Rolle) ausprobieren wollten, dann kommen Sie doch einfach in unser Theaterprojekt!

Das Theaterstudio der Gemeinde probt täglich, außer samstags. Die Anmeldung erfolgt bei der Projektleiterin Margarita Vishnyakova (Verdiente Schauspielerin Russlands).



Fotonachweis Collage

Konzert Leipziger Synagogalchor Leipzig, Foto Anne Hornemann; Lesung Hans Joachim Schädlich, Foto Jürgen Bauer; Böll-Montagskino „Die Unsichtbaren – wir leben“, Foto Tobis Film GmbH; Konzert Ensemble Noisten und Nina Hoger im Savoy Düsseldorf, Quelle Hoger-Noisten; Konzert Gurzhy und Freylekhs 3000, Quelle Zentralrat der Juden; Konzert Sistanagila, Wuelle Zentralrat der Juden; Ausstellungsplakat „Juden in Rostock. Einst und Jetzt“. Quelle Max-Samuel-Haus; Konzert Klezmafour, Quelle Klezmafour; Konzertplakat „Musik aus einer anderen Welt, Quelle Max-Samuel-Haus, Konzert Diplomatisches Streichquartett, Quelle Streichquartett; Konzert Alex Jacobowitz, Quelle A. Jacobowitz

Zum zweiten Mal richtet die Jüdische Gemeinde Rostock gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern jüdische Kulturtage aus. Das Festival bietet in diesem Jahr vom 08.06.-22.06.17 ein prall gefülltes Programm, bei dem es Filmvorführungen, eine Ausstellung, Gesprächsrunden und jede Menge Musik geben wird. Insgesamt werden 14 sehr unterschiedliche Einzelveranstaltungen an 10 Veranstaltungsorten angeboten. Mit im Boot sind wie auch im Vorjahr die Hansestadt Rostock, das Max-Samuel-Haus, die Compagnie de Comédie, das Literaturhaus Rostock, das Peter Weiss Haus, das LI.WU. Als neue Partner engagieren sich die Geschichtswerkstatt Rostock, der Interreligiöse Gesprächskreis Rostock sowie die Böll-Stiftung. Renommierte Künstlerinnen und Künstler konnten – in einigen Fällen auch dank der Unterstützung durch den Zentralrat der Juden in Deutschland - gewonnen werden, so z.B. die Schriftstellerinnen Zeruya Shalev und Annika Reich, die Sängerin und Schauspielerin Sandra Kreisler, der israelische Schauspieler Vladimir Friedman, die Hamburg Klezmer Band, die Band YSKFI aus Berlin, um nur einige zu nennen. Und Landesrabbiner William Wolff, der im Juni die Ehrenbürgerwürde unserer Stadt erhält, wird ebenfalls im Fokus einer der Veranstaltungen stehen. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf den Webseiten der jeweiligen Veranstaltungsorte.

Fühlen Sie sich also eingeladen zu den interessanten, anregenden und in jedem Fall unterhaltenden Zweiten Jüdischen Kulturtagen in Rostock.

ONLINETICKETS

Hier das ausführliche Programm der 2. Jüdischen Kulturtage:

Donnerstag ✡ 08.06.17 ✡ 16.30 Uhr im Kröpeliner Tor

Auftakt der Zweiten Jüdischen Kulturtage in Rostock. Eröffnung der Ausstellung „Autorität und Freude“. Jüdisches Leben in Polen heute.
Kröpeliner Straße ✡ Eintritt frei ✡ Spenden willkommen.

Foto: (c) Zentralrat der Juden

Die Geschichte der Juden in Polen ist bekannt. 90 Prozent der dort vor der Schoa lebenden 3,5 Millionen Juden wurden ermordet. Die Mehrheit der Überlebenden wanderte nach dem Krieg aus, auch infolge von Pogromen wie 1946 in Kielce und der antisemitischen Kampagne von 1968. Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ erwacht das jüdische Leben in Polen wieder zaghaft. Harr✡ Weinberg, geb. 1939 in Warschau, war nach dem Fotografiestudium u.a. Assistent des bekannten polnischen Fotografen Edward Hartwig und arbeitete als Fotojournalist für Interpress, eine der wichtigsten Agenturen Polens. Seit er vor einigen Jahren erfahren hat, dass er jüdischer Herkunft ist, fotografiert Weinberg das jüdische Leben in Polen. Die Ausstellung ist zu sehen bis 30.07.17. Mit Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Donnerstag ✡ 08.06.17 ✡ 20.00 Uhr im Literaturhaus Rostock

Zeruya Shalev & Annika Reich: »FRAGILE – Ein europäischer Briefwechsel. Lesung & Gespräch in dt. und engl. Sprache. Moderation: Ulrika Rinke.
Doberaner Str. 21 ✡ Eintritt 5/8 €

Annika Reich an Zeruya Shalev:

Wenn ich daran denke, dass Du in einem Land lebst, in dem man nicht sicher ist, dann frage ich mich, wie Du das aushältst, wie man das aushalten kann.
Zeruya Shalev an Annika Reich:
Ich glaube fest an die weibliche Kraft. Im letzten Sommer schloss ich mich einer Organisation an, die sich »Frauen machen Frieden« nennt, die sich bemüht, das Verbindende zwischen uns und den Palästinensern herauszufinden.

Zwei Autorinnen, die sich in ihrem jeweiligen Land engagieren, beginnen einen Briefwechsel, ohne sich zu kennen. Von Anfang an ist der Ton zwischen beiden vertraut – die Autorinnen sind sich über die große Distanz so nah, dass Zeruya Shalev in einem Brief von Annika Reich ihre eigenen Worte zu erkennen glaubt. Zur Sprache kommt das eigene Schreiben, aber auch die Gesellschaft, in der die beiden leben. Wie meistert man gesellschaftliche und persönliche Krisen, wie hält man die Hoffnung aufrecht? Und wie lebt man in einem Land, das sich in andauerndem Ausnahmezustand befindet? Dieser Briefwechsel, den das Literaturhaus in Lesung und Gespräch vorstellt, erlaubt einen intimen Blick nach Israel und einen neuen Blick auf Europa und das Land, in dem wir leben.

Zeruya Shalev, 1959 in einem Kibbuz am See Genezareth geboren, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Sie studierte Bibelwissenschaften und lebt mit ihrer Familie in Jerusalem. Ihre vielfach ausgezeichnete Trilogie über die moderne Liebe – »Liebesleben«, »Mann und Frau«, »Späte Familie« – wurde in über zwanzig Sprachen übertragen.

Annika Reich, geboren 1973, lebt mit ihren beiden Kindern in Berlin. Sie ist Schriftstellerin, Essayistin, Dozentin und Aktivistin. Sie lehrt an der Kunstakademie Düsseldorf und der Bayerischen Akademie des Schreibens. Mit anderen Autorinnen betreibt sie die ZEIT-Online Kolumne »10nach8« und ist Mit-Initiatorin des Aktionsbündnisses »Wir machen das«. Zuletzt erschienen ihr Roman »Die Nächte auf ihrer Seite« (2015) und 2016 ihr Kinderbuchdebüt »LOTTO macht was sie will«.

Fotos: © Ekko von Schwichow; © Heike Steinweg

Online-Tickets bestellen: Shalev / Reich

Sonntag ✡ 11.06.17 ✡ 16.00 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Rostock

Präsentation von Arbeiten des Kunsthistorikers Prof. Anatoli Romanov.
Augustenstr. 20 ✡ Eintritt frei ✡ Spenden willkommen.

Vorgestellt werden beeindruckende Kunstobjekte, die die drei großen Weltreligionen repräsentieren. Techniken, wie Emaille-, Filigrantechnik, Gravur sowie Guss kamen zur Anwendung. Materialien sind z.B. Silber, Malachit und andere Schmucksteine.

Foto: (c) Zentralrat der Juden

Sonntag ✡ 11.06.17 ✡ 19.30 Uhr im Peter-Weiss-Haus

Konzert mit You shouldn‘t know from it … it‘s klezmer (Berlin)
Doberaner Str. 21 ✡ Eintritt 6/10 €.

YSKFI ist „die“ internationale Klezmer Band aus Berlin für traditionelle jüdische Tanzmusik und jiddische Lieder. Nach vielen Konzerten auf renommierten Festivals in Europa und Nord-Amerika hat sich die Band nun wiedervereinigt, um auch die hiesigen Gemeinden nach Jiddischland mitzunehmen. Die Musiker sind allesamt international bekannte Klezmermusiker: Klarinette - Christian Dawid (Deutschland), Akkordeon - Sanne Möricke (Holland), Bass - Michael Tuttle (USA), Schlagzeug - Hampus Melin (Schweden), Gesang und Tanz - Sasha Lurje (Lettland). Konzert und Tanz mit Anleitung. Mit Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Montag ✡ 12.06.17 ✡ 17.00 Uhr im Festsaal des Rathauses

Ein Wanderer zwischen den Kulturen. Veranstaltung des Interreligiösen Gesprächskreises Rostock
Gespräch mit dem Landesrabbiner und Ehrenbürger der Hansestadt Rostock
Dr. William Wolff

Neuer Markt 1 ✡ Eintritt frei ✡ Spenden willkommen.

Eine Kindheit in Berlin, Flucht vor dem nationalsozialistischen Terror und Exil in den Niederlanden und in Großbritannien, Journalist und Rabbiner in England, Landesrabbiner in Mecklenburg-Vorpommern – William Wolff war in verschiedenen Kulturen unterwegs und verstand es in seiner freundlichen, klaren und humorvollen Weise immer wieder Brücken zu bauen. Im Gespräch mit Weggefährten aus seiner Rostocker Zeit, wie Juri Rosov, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Rostock, Weihbischof Horst Eberlein (Hamburg) und dem Direktor der Evangelischen Akademie der Nordkirche, Klaus-Dieter Kaiser, wird Landesrabbiner Dr. William Wolf aus seinem Leben berichten.

Foto:(c) Jerjomin

Dienstag ✡ 13.06.17 ✡ 17 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Rostock

Vladimir Friedman, Liederprogramm in russischer Sprache „Israel po-russki“
Augustenstraße 20 ✡ Eintritt 5/8€

Friedman wurde im sowjetischen Kursk geboren, absolvierte an der Russischen Akademie für Theaterkunst (GITIS) eine Ausbildung bei der Volkskünstlerin E. B✡str✡tskaja. Nach achtjährigem Theaterengagement zog er 1991 nach Israel. Seither spielte er in über 20 israelischen bzw. russischen Theaterproduktionen und 60 Kino- und Fernsehprojekten mit, erhielt diverse Preise, z.B. für seinen „Beitrag für die Entwicklung von Theater und Kino in Israel“, als „Schauspieler des Jahres“ in der Kategorie „Beste männliche Theaterrolle“, ist mit seiner Arbeit in Israel beliebtester russischsprachiger Schauspieler und mit seinen Programmen auch weltweit unterwegs. Und jedes seiner Lieder ist wie ein kleines Theaterstück, über das neue Leben und die Erinnerung an das DORT, wo er einst auf die Welt kam.

Foto:(c) Friedman

Mittwoch ✡ 14.06.17 ✡ 17 Uhr im LI.WU.

Präsentation der Komödie „Lenin im Oktober“. In russischer/hebräischer Sprache mit englischen Untertiteln. Im Anschluss Gespräch mit einem der Hauptdarsteller, dem israelischen Schauspieler Vladimir Friedman (mit deutscher Übersetzung).

LI.WU. im Metropol, Barnstorfer Weg 4 ✡ Eintritt 5/6€
Der Traum von Koch Grischa geht in Erfüllung, als er durch eine Erbschaft endlich zu seinem eigenen Restaurant kommt. Allerdings verfügte sein verstorbener reicher Onkel, dass seine kommunistische Weltanschauung auch über seinen Tod hinaus durch das Restaurant „Oktober“ Verbreitung fände, so z.B. durch das Aufstellen einer Leninbüste. Diese im modernen Israel zu finden, gestaltet sich abenteuerlich …

Donnerstag ✡ 15.06.17 ✡ 18 Uhr im Max-Samuel-Haus

„Luther und die Juden - aus christlicher und jüdischer Sicht betrachtet“. Vortrags- und Gesprächsabend.
Schillerplatz 10 ✡ Eintritt frei ✡ Spenden willkommen.

Im Rahmen der Rostocker jüdischen Kulturtage geht es im 500. Jubiläumsjahr der Reformation um die Wechselwirkungen zwischen Martin Luther und dem Judentum. Zunächst wird Tilman Jeremias, Pastor für Mission und Ökumene im Kirchenkreis Mecklenburg, über Luthers Antijudaismus und dessen Wirkungsgeschichte sprechen, aus christlicher und theologischer Sicht; anschließend referiert der Historiker Prof. Arkad✡ Tsfasman über die starken Impulse Luthers für das Judentum aus jüdischer und historischer Sicht. Nach den Kurzvorträgen soll es genügend Raum zum Austausch geben. Veranstaltet vom Verein „Arnold Bernhard“ in Kooperation mit dem Max- Samuel- Haus / Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock. Reservierungen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und 0381/492 32 09

Sonntag ✡ 18.06.17 ✡ 19.30 Uhr im Barocksaal

Konzert mit Vitaly Psaryov, Bariton, Mariinski-Theater (St. Petersburg).
Universitätsplatz ✡ Eintritt 8/10€

Der verdiente Künstler Russlands Vital✡ Psar✡ov ist der Musik seit seinem 16. Lebensjahr verbunden. Nach Abschluss des Rimski-Korsakow-Konservatoriums in der Klasse für Dirigenten und Chor arbeitete er zunächst im Ensemble „Die singenden Gitarren“, ab 1979 als Solist im Staatsorchester Russlands. Seit 1997 ist er Solist der Petersburger Music-Hall.

Montag ✡ 19.06.17 ✡ 17 Uhr im LI.WU. (Frieda 23)

BÖLL-Montagskino, Film & Gespräch „Wir sind Juden aus Breslau“

Deutschland 2016, 108 Min., Regie: Karin Kaper, Dirk Szuszies
Friedrichstraße 23 ✡ Eintritt 3/5/6€

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Seitdem verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Mit den Erinnerungen an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau und ihren späteren Erfahrungen u.a. bei der Gründung Israels oder dem Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Breslau schlagen die 14 Zeitzeugen eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Foto:(c) Zentralrat der Juden

Montag ✡ 19.06.17 ✡ 20 Uhr in der BÜHNE 602

„Schum Davar“ - Konzert mit Sandra Kreisler
Warnowufer 55 ✡ Eintritt 7/12/15€

„Man muss ein Leben gelebt haben, um so Chansons singen zu können …“, sagte ein Zeitgenosse über Sandra Kreisler. Und: „Sandra stört immer durch Mitdenken“. Und genau so kommt auch „Schum Davar“ daher mit allen seinen im hebräischen Programmtitel versteckten Mehrdeutigkeiten. Jüdischer, querdenkerischer - dabei jedoch leicht daherkommender - Humor in der Tradition ihres berühmten Vaters Georg Kreisler. Dessen Songs, neue Songs und hunderte Jahre alte Stetl-Nigunim ergänzen sich wie selbstverständlich und werden kongenial begleitet von den Musikern Gennadij Desatnik und Valeri✡ Khor✡shman des Trio Sho. Mit Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Dienstag ✡ 20.06.17 ✡ 20 Uhr im Literaturhaus Rostock

Lena Gorelik & Dmitrij Kapitelman: Identität, Heimat, Exil – deutsch-jüdische Biographien. Lesung & Gespräch mit Yana Lemberska. Moderation: Ulrika Rinke
Doberaner Str. 21 ✡ Eintritt 5/8 €

Ihre Muttersprache ist russisch, doch Lena Gorelik und Dmitrij Kapitelman sind zugleich und selbstverständlich deutschsprachige Autoren. Beide erkunden mit autobiographischem Grundton das Leben russisch-jüdischer Immigranten in Deutschland. Witzig und sensibel zugleich beschreiben sie in ihren Büchern das geglückte wie das problematisch Heimischwerden und den manchmal schwierigen Zugang zur jüdischen Identität.

Fotos: © Charlotte Troll; © Nadine Kunath

Online-Tickets bestellen: Gorelik / Kapitelman

Lena Gorelik, geboren 1981 in St. Petersburg, kam 1992 zusammen mit ihrer russisch-jüdischen Familie nach Deutschland und lebt heute in München. Viele ihrer Veröffentlichungen beschäftigen sich mit Migration und jüdischem Leben heute, u.a. ihr Debüt »Meine weißen Nächte« und ihr Brief an ihren Sohn, »Lieber Misha ... der Du fast Schlomo Adolf Grinblum geheißen hättest, es tut mir so leid, dass ich Dir das nicht ersparen konnte: Du bist ein Jude«. Zuletzt erschien »Mehr Schwarz als Lila« (Rowohlt, 2017).

Dmitrij Kapitelman, 1986 in Kiew geboren, kam mit acht Jahren als »Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie und absolvierte die Deutschen Journalistenschule in München. 2016 erschien sein Debüt »Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters«, ein anrührendes und hochkomisches Buch über seinen Vater, ihre gemeinsame Israelreise und seine eigene »halb-jüdische« Identität.

Yana Lemberska ist in Rostock aufgewachsen und war lange Jahr Mitglied der hiesigen Jüdischen Gemeinde. Als Literaturwissenschaftlerin arbeitet sie an einer Dissertation über „Hybride Identitäten im literarischen Werk russisch-jüdischer Autor/innen in Israel und Deutschland" an der Hochschule für Jüdische Studien (HfJS) in Heidelberg. Seit September 2015 arbeitet Lemberska als Referentin für Studierendenförderung beim Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk.

Mittwoch ✡ 21.06.17 ✡ 17 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Rostock

„Theaterkaleidoskop“
Augustenstraße 20 ✡ Eintritt frei ✡ Spenden willkommen.

Das seit dem 01.01.17 unter der Leitung der Schauspielerin Margarita Vishn✡akova laufende Projekt „Theaterstudio der Jüdischen Gemeinde Rostock“ stellt sich vor. Die Räume des Gemeindehauses werden zur Bühne für die einzelnen Projektgruppen und einige Überraschungsgäste. Die Hobb✡darstellerinnen und -darsteller werden z.B. Ausschnitte aus dem Puppenspiel „Die Schneekönigin“, Szenen aus Stücken von Erich Maria Remarque, Dina Rubina, Manfri Torvik und Mark Kravets zeigen.

Foto:(c) Jerjomin

Donnerstag ✡ 22.06.17 ✡ 18 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Rostock

Abschlussabend der Zweiten Jüdischen Kulturtage in Rostock mit einem Konzert der „Hamburg Klezmer Band“. Es darf getanzt werden.

Augustenstraße 20 ✡ Eintritt 6/10€

Die Band feiert 2017 ihr zehnjähriges Bestehen. Gespielt wird ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm jüdischer, moldawischer, ukrainischer und rumänischer Musik; hochvirtuos, mit viel Seele und ungebremster Tanzwut. Neben dem traditionstreuen Spiel hat sich die Hamburg Klezmer Band dem Erkunden neuer Wege mit Ausflügen zu anderen Genres und Kulturen verschrieben. So entstehen ein ganz eigener Sound und ein spannendes Konzerterlebnis. Die Band besteht aus dem bekannten Violinisten und Komponisten Mark Kovnatski✡, dem Akkordeon-Virtuosen Stanislav Dinerman, dem Tubisten und Musiktheoretiker Mikhail Manevitch sowie Peza Boutnari am Schlagzeug.

Foto:(c) Zentralrat der Juden

Genauere Informationen erhalten Sie auf den Webseiten der jeweiligen Veranstaltungsorte bzw. bei der Jüdischen Gemeinde Rostock, Augustenstr. 20, 18055 Rostock, Tel. 0381-4590724, Fax0381-4922315, www.s✡nagoge-rostock.de

Zweite Jüdische Kulturtage Rostock 08.06.-22.06.17

08.06.17 Jüdisches Leben in Polen heute. Quelle: (c) Zentralrat der Juden

08.06.17 Reich Annika, Quelle:(c) Literaturhaus Rostock

08.06.17 Literaturhaus Shalev Quelle: © Heike Steinweg

11.06.17 YSKFI Band, Quelle: (c) Zentralrat der Juden

12.06.17 Rabbiner Wolff Rathaus, Quelle:(c) Jerjomin

13.06.17 Vladimir Friedman, Quelle:(c) Friedman

18.06.17 Vitaly Psaryov

19.06.17 Boell Montagskino Gerda Bikales mit Eltern in Breslau

19.06.17 Sandra Kreisler, Quelle:(c) Zentralrat der Juden

20.06.17 Literaturhaus Dmitrij Kapitelman, Quelle:(c)Nadine Kunath

20.06.17 Literaturhaus Lena Gorelik, Quelle: © Charlotte Troll

21.06.17 Theaterkaleidoskop, Quelle:(c) Jerjomin

22.06.17 Hamburg Klezmer Band, Quelle:(c) Zentralrat der Juden

Tickets erhalten Sie an allen bekannten Vorverkaufskassen sowie online unter mvticket.de.

Link ONLINETICKETS

Sonntag ✡ 14.10.18 ✡ 17.00 Uhr in der Kirche Warnemünde

Eröffnungskonzert der 3. Jüdischen Kulturtage in Rostock mit dem Leipziger Synagogalchor

„Die Liebe dieses Chors zur Musik, die er pflegt, ist echt und aufrichtig.“ Prof. Eliyahu Schleifer, Jerusalem, Leipziger Volkszeitung, 31. März 2010

Der Leipziger Synagogalchor ist das einzige deutsche Ensemble, das sich ausschließlich auf jüdische Chormusik in all ihren Facetten spezialisiert hat. Er wurde 1962 von Oberkantor Werner Sander mit dem Ziel gegründet, die jüdische Musik zu pflegen und einem größeren Hörerkreis zu erschließen. 1972 übernahm Kammersänger Helmut Klotz die künstlerische Leitung des nichtjüdischen Laienchores, seit 2012 hat Ludwig Böhme dieses Amt inne.

In seinem 56jährigen Bestehen hat sich der Leipziger Synagogalchor zu einem im In- und Ausland hoch angesehenen Konzertchor entwickelt. Er widmet sich jüdischer Musik in ihrer globalen Vielfalt, besonders intensiv jedoch der Aufführung synagogaler Musik des aschkenasischen Raumes, insbesondere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und pflegt die Meisterwerke von Louis Lewandowski, Salomon Sulzer, Samuel Lampel, Samuel Naumbourg, Abraham Dunajewski oder David Nowakowski. Auch Musik der Renaissance, z. B. von Salomone Rossi, sowie zeitgenössische jüdische Komponisten gehören zum umfangreichen Repertoire. Die Welt jiddischer Folklore liegt dem Ensemble ebenfalls am Herzen: Eine große Anzahl an traditionellen jiddischen und hebräischen Liedern singt der Chor in freien, konzertanten Bearbeitungen, u. a. von Joseph Dorfmann, Werner Sander, Friedbert Groß, Fredo Jung, Juan Garcia und Philip Lawson. Einige davon sind im September 2016 beim Label „querstand“ auf der CD „Lidl fun goldenem Land“ veröffentlicht worden.

Konzertreisen führten den Chor durch alle Regionen Deutschlands, nach Polen, Tschechien, Spanien, Portugal, Schweden, Großbritannien, in die USA, die Ukraine, nach Brasilien und Südafrika. Auf seiner dritten Israel-Tournee im November 2017 bejubelten über 1000 Israelis den Chor vor ausverkauften Sälen.

Für seine herausragenden Leistungen wurde der Leipziger Synagogalchor im Januar 2017 mit dem Distinguished Service Award der Obermayer Foundation im Berliner Abgeordnetenhaus ausgezeichnet ― „Seit über 50 Jahren haben Sie die Tradition der deutschen Synagoge und Chormusik bewahrt und es für das Publikum weltweit zum Leben erweckt. Sie bringen Harmonie unter die Menschen und in den Gesang.“

Zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen (u.a. der Kunstpreis der Stadt Leipzig oder der Stern der Völkerfreundschaft in Gold) zeugen von der überregionalen Ausstrahlung und der Botschafterfunktion des Chores für internationalen und interreligiösen Dialog. Regelmäßig begleitet das Ensemble offizielle Gedenkveranstaltungen, u. a. mit dem Oberbürgermeister der Stadt Leipzig oder dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen. Der Chor besteht heute aus ca. 30 Sängerinnen und Sängern und konzertiert a cappella, mit Solisten, mit Orgel-, Klavier- oder Orchesterbegleitung.

Kirchenstraße 1, 18119 Warnemünde ✡ Eintritt 8/10 €

Dienstag ✡ 16.10.2018 ✡ 20.00 Uhr Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus)

Lesung mit Hans Joachim Schädlich „Felix und Felka“, Moderation: Ernst-Jürgen Walberg

Rom im Mai 1933: Ein tätlicher Angriff zwingt den deutsch-jüdischen Maler Felix Nussbaum, die Villa Massimo zu verlassen. Die Rückkehr nach Deutschland ist ihm und seiner Lebensgefährtin, der polnisch-jüdischen Malerin Felka Platek, angesichts der Judenverfolgung unmöglich. Schließlich finden sie eine Bleibe in Brüssel. Dem Rat, sich nach Palästina zu retten, folgen sie nicht – obwohl die Bedrohung durch die deutschen Besatzungsbehörden zunimmt. Wohl noch nie ist ein Künstlerleben, das unter den Zwängen der rassistischen Verfolgung stand, derart verdichtet dargestellt worden. In unvergesslichen Momentbildern gelingt es Hans Joachim Schädlich, existentielle Ängste spürbar zu machen. Indem er das Paar in seinem ganz privaten Umfeld zeigt, erfährt die Geschichte eine Kraft, die weit über das Einzelschicksal hinausreicht.

Doberaner Str. 21 ✡ Eintritt 5/8 €

Mittwoch ✡ 17.10.2018 ✡ 17.00 Uhr im Max-Samuel-Haus

Ausstellungseröffnung "Juden in Rostock. Einst und Jetzt." 17. Oktober 2018 - 18. April 2019

Das Max-Samuel-Haus beleuchtet in seiner Ausstellung die jüdische Präsenz in Geschichte und Gegenwart Rostocks. Die Schau umfasst dabei die verschiedenen Abschnitte und Möglichkeiten der Niederlassung von Juden in Rostock.

Schillerplatz 10 ✡ Eintritt zur Eröffnung frei ✡ Spenden willkommen.

Mittwoch ✡ 17.10.2018 ✡ 20.00 Uhr in der BÜHNE 602

Konzert mit der Gruppe Sistanagila: Iran und Israel – ein musikalisches Projekt

Die in Berlin lebenden israelischen und iranischen Musiker suchen mit ihrem Projekt den Dialog. Sie bedienen sich sowohl folkloristischer und religiöser Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditionell persischer Musik als auch moderner und klassischer Kompositionen. Die Melodien und Motive, neu arrangiert mit Einflüssen von Flamenco, Jazz bis hin zu progressivem Metal, verschmelzen zu einer Musik, die etwas ganz Neues entstehen lässt, eine Brücke zwischen zwei Welten baut. Zum Quintett gehören Yuval Halpern (Komponist/Gesang), Jawad Salkhordeh (Persische Perkussion) Hemad Darabi (Gitarre), Avi Albers Ben Chamo (Kontrabass) und Johanna Hessenberg (Saxophon). Mit Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Warnowufer 55 ✡ Eintritt 7/12/15€

Sonnabend ✡ 20.10.2018 ✡ 20.30 Uhr im JAZ

Konzert mit FREYLEKHS 3000 (Yuriy Gurzhy, Uros Petkovic, Max Bakshish)

Wie würden heute die Yiddish Swing Queens, die Barry Sisters, klingen? Würden sie sich 2018 für R'n'B entscheiden? Welche Musik könnte Mickey Katz machen? Das neugegründete Berliner Trio FREYLEKHS 3000, das seine Stilrichtung als Jüdisches RetroFuturismus bezeichnet, versucht Antworten auf diese Fragen zu geben. Klezmer und HipHop, Yiddish Swing und fette Beats - eine bunte Mischung, die zum Tanzen, aber auch zum Nachdenken bringt. Yuriy Gurzhy ist in der Ukraine geboren, lebt heute als Musiker, DJ, Komponist und Produzent in Berlin. Zusammen mit Wladimir Kaminer initiierte er die legendäre Partyreihe „Russendisko“. Uros Petkovic ist Produzent und Musiker aus Belgrad, der seit vier Jahren in Berlin lebt. Seine Band „Shazalakazoo“ ist eine der bekanntesten in der Balkan-Club-Szene der letzten 15 Jahren. Max Bakshish spielt Klarinette bei „RotFront“ und leitet die „Bakshish Brass Band“. Mit Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Lindenstraße 3b ✡ Eintritt 5/8€

Sonntag ✡ 21.10.2018 ✡ 15 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Rostock

Alexander Jacobowitz und seine Marimba (Familienprogramm)

Der gebürtige New Yorker begann mit elf Jahren Schlagzeug zu lernen, studierte Schlagzeug, Xylophon und Marimba in New York. In den 80er und 90er Jahren trat er vornehmlich als Straßenmusiker auf. Seit 1991 tritt er regelmäßig auch in Europa auf und spezialisierte sich auf Klezmer. Er wurde hier von Giora Feidman unterrichtet und spielte viel mit Alan Bern (Brave Old World). Seine Konzerte auf Straßen und bei Veranstaltungen europaweit brachten ihn auch ins deutsche Fernsehen. Typisch für seine Konzerte sind der Crossover von Klezmer und Klassik sowie die Einbeziehung des Publikums. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in M-V e.V.

Augustenstraße 20 ✡ Eintritt 5/8€

Dienstag ✡ 23.10.2018 ✡ 19 Uhr im Plastiksaal der Kunsthalle Rostock

Konzert mit dem Diplomatischen Streichquartett (Berlin): Werke von Fanny Hensel, geb. Mendelssohn, Erwin Schulhoff, Mieczyslaw Weinberg, Felix Mendelssohn-Bartholdy

Das Diplomatische Streichquartett (Matthias Hummel, Felix Klein, Ernst Herzog, Petra Kiessling) gründete sich anlässlich der Synagogenkonzerte im Rahmen der Internationalen Tage jüdischer Musik in Mecklenburg-Vorpommern. Es hat sich die Erarbeitung und Aufführung von Werken jüdischer Komponisten zum Schwerpunkt seiner Konzerttätigkeit gemacht. Matthias Hummel (1. Violine) studierte an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Susanne Lautenbacher. Matthias Hummel ist Gründungsmitglied und Konzertmeister von Concerto Brandenburg. Darüber hinaus spielt er bei der Lautten Compagney und den Deutschen Händel-Solisten. Er ist regelmäßig zu Gast beim Stuttgarter Kammerorchester, bei der Kammerakademie Potsdam sowie der Akademie für Alte Musik Berlin. Matthias Hummel lebt als freischaffender Musiker in Berlin.

Dr. Felix Klein (2. Violine) begann seine musikalische Ausbildung mit Violinunterricht im Alter von sechs Jahren. Er absolvierte ein umfangreiches Privatstudium bei Elisabeth Dieffenbach. Er studierte Rechtswissenschaften, trat 1994 in den Auswärtigen Dienst ein. Seit 01.05.18 ist Felix Klein im BMI als Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus tätig.

Ernst Herzog (Viola) studierte Tonmeister und Bratsche an der jetzigen Universität der Künste Berlin sowie Musikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin. Nach mehrjähriger Mitgliedschaft bei den Berliner Symphonikern ist er freiberuflich als Musiker, Musikjournalist und im Bereich Musikmanagement tätig. Er spielt in zahlreichen Barockorchestern, u. a. im Ensemble ConcertoGrosso Berlin. Seit 2001 ist er organisatorisch für den Musiksommer Märkische Schweiz verantwortlich, seit 2009 für die deutsch-polnische Kooperation Kulturbrücke über die Oder.

Petra Kiessling (Violoncello) erhielt seit ihrer frühesten Kindheit Cello- und Klavierunterricht. Sie begann nach dem Abitur zunächst ein Studium der Mathematik, bevor sie sich ganz dem Cellostudium widmete, das sie in Wien in den Fächern Cello, Barockcello und Instrumentalpädagogik absolvierte. Seit 2005 lebt sie als freischaffende Musikerin in Berlin. Sie musiziert in unterschiedlichen Ensembles wie der Cammermusik Potsdam oder der Accademia per Musica.

Hamburger Str. 40 ✡ Eintritt 5/8€

Mittwoch ✡ 24.10.218 ✡ 19 Uhr im Foyer des Rathauses

Diskussion zum Thema "Juden und Muslime in Deutschland: wahre Feinde, falsche Freunde?"

mit Dr. Felix Klein (Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus), Dervis Hizarci ( Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, KIgA), Dr. Maher Fakouri (Sprecher Islamischer Bund Rostock), Juri Rosov (Vorsitzender Jüdische Gemeinde Rostock) und Klaus-Dieter Kaiser (Leiter der Evangelischen Akademie M-V und Antisemitismusbeauftragter der Nordkirche). Organisation Geschichtswerkstatt Rostock e.V., Moderation Dr. Florian Ostrop.

Neuer Markt 1 ✡ Eintritt frei ✡ Spenden willkommen.

Donnerstag ✡ 25.10.2018 ✡ 20.00 Uhr in der BÜHNE 602

Premiere des Theaterstücks „Die Nacht vergeht“

Seit dem 01.01.17 leitet die Schauspielerin Margarita Vishnyakova das „Theaterstudio der Jüdischen Gemeinde Rostock“. Nun stellt es seine neueste Arbeit vor, das Theaterstück „Die Nacht vergeht“ nach dem Roman von E. M. Remarque „Liebe Deinen Nächsten“. Die Hobbydarstellerinnen und –darsteller, viele von ihnen russischsprachige Zuwander*innen, zeigen zum ersten Mal die komplette Aufführung in deutscher Sprache.

In der über das Europa in den Jahren 1936/37 immer deutlicher heraufziehenden Dunkelheit entfaltet sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen Ruth und Kern, zwei jungen Juden, die aus ihrer Heimat Deutschland fliehen mussten. Im Roman von Erich Maria Remarque, heißt es „Liebe deinen Nächsten“. Eben hier fanden die Darsteller*innen des Theaterprojektes viele Themen, die auch heute noch aktuell sind und Menschen berühren. Sie trafen auf Figuren, die sie nicht mehr missen möchten. Das Theaterstudio widmet sein Stück all jenen, die in dieser dunklen Zeit auf ihr Gewissen hörten, ihr eigenes Leben riskierten, Juden halfen und daran glaubten, dass die Nacht vergehen wird. Im Programmheft des Theaterstudios heißt es: „Wir werden diesen Menschen immer dankbar sein, werden sie Gerechte der Völker nennen und ihr Andenken bewahren.“

Warnowufer 55 ✡ Eintritt 5/8 €

Freitag ✡ 26.10.2018 ✡ 16 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Rostock

Gespräch zum Schabbat mit Tilman Jeremias (Pastor Mission und Ökumene) und Yuriy Kadnykov (Landesrabbiner Mecklenburg Vorpommern)

Der mecklenburgische Pastor Tilman Jeremias und Vorsitzender des Vereins „Arnold Bernhard“ zur Förderung der Synagoge Rostock hat im Juni 2018 sein Buch „Sabbat – Gottesgeschenk für alle“ veröffentlicht. In der Beschreibung heißt es „Tilman Jeremias hat in einem neunmonatigen Sabbatical nicht nur selbst die Segnungen des Sabbats genossen, sondern festgestellt, welch eminent wichtige Bedeutung dem Sabbat in der Bibel zukommt als siebenter Tag der Schöpfung und Zentrum der Zehn Gebote. Auch Jesus hielt den Sabbat hoch, verwahrte sich gegenüber den Pharisäern allerdings gegen eine gesetzliche Einengung des Sabbats. Für das Judentum ist der Sabbat ohnehin zentrales Element ihrer Religion. Umso unverständlicher, wie Kirche und christliche Theologie den Sabbat vergessen, verdrängt und umgedeutet haben. Daher ist es dringend Zeit, dieses große Gottesgeschenk wiederzuentdecken und sich von Gott heilsam unterbrechen zu lassen!“ In Zusammenarbeit mit dem Verein „Arnold Bernhard“ e.V. und der Evangelischen Buchhandlung Rostock.

Ab 17.30 Uhr offene Schabbatfeier.

Augustenstraße 20 ✡ Eintritt frei ✡ Spenden willkommen.

Montag ✡ 29.10.2018 ✡ 19 Uhr im li.wu. (Frieda 23)

BÖLL-Montagskino, Film & Gespräch „Die Unsichtbaren – wir wollen leben“ mit Regisseur Claus Räfle

Berlin, 1943. Mitten in der von Goebbels 1943 für „judenfrei“ erklärten Reichshauptstadt versteckten sich über 7000 Verfolgte. Mehr als 1 700 davon überlebten in der Illegalität. Sie waren dabei auf die Hilfe von Freunden, aber auch Unbekannten angewiesen. Der Film „Die Unsichtbaren“ setzt ihnen auf bewegende Weise ein Denkmal, in dem er ganz unheroisch vier Geschichten junger Juden erzählt, die unter sehr verschiedenen Umständen überlebten.

Oft ist es pures Glück und ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt. Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität. Da ist Cioma Schönhaus, der heimlich Pässe fälscht und so das Leben dutzender anderer Verfolgter zu retten versucht. Die junge Hanny Lévy blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen Friede verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist da noch Ruth Gumpel, die als Kriegswitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein...

DIE UNSICHTBAREN ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Ko-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und in ihren Film integriert haben. Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte dieser wagemutigen Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel.es jüdischen Widerstands.

Tickets unter KINOTICKETS

Friedrichstraße 23 ✡ Eintritt 5/6/7,50€

Mittwoch ✡ 31.10.2018 ✡ 20 Uhr im Peter-Weiss-Haus

Musiklesung mit Nina Hoger & Ensemble Noisten, Tiefer beugen sich die Sterne, Lyrik und Prosa von Else Lasker-Schüler

Das Lied meines Lebens
Sieh in mein verwandertes Gesicht…
Tiefer beugen sich die Sterne
Sieh in mein verwandertes Gesicht
Alle meine Blumenwege
Führen auf dunkle Gewässer
Geschwister, die sich tödlich stritten
Greise sind die Sterne geworden . . .
Sieh in mein verwandertes Gesicht
Else Lasker-Schüler

Else Lasker-Schüler, eine der bedeutenden deutsch-jüdischen Dichterinnen, schrieb Texte voller Sehnsucht, Poesie, tiefer Traurigkeit und dennoch voller Humor und Lebensfreude. 1869 in Wuppertal geboren, emigrierte sie 1933 nach tätlichen Angriffen in die Schweiz, erhielt aber dort Arbeitsverbot und nur befristete Aufenthaltsrechte. So reiste sie mehrmals nach Palästina. Von ihrem letzten Aufenthalt kehrte sie wegen des Kriegsausbruchs 1939 nicht mehr von dort zurück. 1945 verstarb sie nach langer Krankheit. Ihre Begegnung mit Gottfried Benn 1912 ließ eine intensive Freundschaft entstehen, die sich literarisch in zahlreichen Liebesgedichten niederschlug.

Die Schauspielerin Nina Hoger entführt mit einer Auswahl an Gedichten, Briefen und Prosatexten in fremde Wortwelten. Sie gibt Einblick in das bewegende Leben der Dichterin und verleiht deren Worte Raum und Tiefe. Auch weiß sie stets Else Lasker-Schülers Humor hervorzuheben. Musikalisch wird sie begleitet vom Ensemble Noisten, das mit Klezmer-Musik und mit Elementen der Klassik, des Jazz, des Flamenco sowie tamilischer und türkischer Musik, das Werk der Dichterin grandios einfasst.

Doberaner Straße 21 ✡ Eintritt VVK 6/10 €, Abendkasse 8/12 €

Donnerstag ✡ 01.11.18 ✡ 19.00 Uhr im Max-Samuel-Haus

Posaunenkonzert "Intermezzo with Israeli Music and Friends"

Es spielen: Thomas Mercat, Marcel Puig, Amit Rosenzweig und Marick Vivion

Das Quartett bringt Musik mit israelischen, spanischen, französischen und arabischen Anklängen zu Gehör. Die Musik jüdischer Israelis ist stark von Stil und Tradition ihrer Herkunftsländer geprägt. In den letzten Jahrzehnten wirkt aber auch Weltmusik ein. Die Mitglieder des Quartetts präsentieren dabei fein ornamentierte Stücke, Melodien mit Tiefgang und lebhafte Rhythmen ihrem Publikum in Deutschland, das mit seiner reichen und langen Musiktradition Musiker aus aller Welt anzieht.

Schillerplatz 10 ✡ Eintritt 10,00 € / 8,00 € (Jugendliche unter 18 Jahren)

Sonnabend ✡ 03.11.2018 ✡ 20 Uhr im GemeindeChorHaus der St.-Johannis-Kantorei

"Musik aus einer anderen Welt. Szymon Laks - Ein jüdischer Komponist aus Polen zwischen Paris und Auschwitz"

Szymon Laks’ Klavierlieder changieren zwischen zwei Sprachen, der Sprache seiner Wahlheimat Paris und der seines Mutterlandes Polen. Nach 1945 kam Jiddisch hinzu, die „Lagersprache“. Die Nazis deportierten ihn nach Auschwitz-Birkenau. Er überlebte als Dirigent des Lagerorchesters. Als er 1947 in Paris seine acht jüdischen Volkslieder veröffentlichte, tat er das nicht nur im originalen Jiddisch, sondern zugleich in französischer Übersetzung. Der Komponist Szymon Laks wurde 1901 in Warschau geboren. Er studierte in Vilnius und Warschau zuerst Mathematik, ab 1921 Harmonielehre und Kontrapunkt am Warschauer Konservatorium. Über Wien ging er nach Paris und belegte am dortigen Konservatorium die Fächer Komposition und Orchesterleitung. Bei seiner Arbeit in der „Pariser Gesellschaft junger polnischer Musiker“ lernte Laks den Komponisten Alexandre Tansman (1897-1986) kennen, der zu einer seiner wichtigsten künstlerischen Bezugspersonen und lebenslanger Freund wurde. Nach der Besetzung Frankreichs wurde er 1941 im Lager Pithiviers bei Orleans interniert und 1942 nach Auschwitz deportiert. Dort wurde ihm die Leitung des Lagerorchesters übertragen, was ihm das Überleben sicherte. Nach Ende des Krieges kehrte Laks nach Paris zurück und begann wieder zu komponieren: Kammermusik und Vokalwerke. Viele seiner Werke setzen sich mit dem Grauen des Krieges auseinander. In seinen späteren Jahren gab Laks das Komponieren nahezu vollständig auf und widmete sich verstärkt der Tätigkeit als Schriftsteller und  Übersetzer. Er starb 1983 in Paris.

In Kooperation mit dem Max-Samuel-Haus veranstaltet die St.-Johannis-Gemeinde einen Liederabend mit Felizia Frenzel (Sopran), Martin Rösel (Rezitation) und Johannes Vetter (Klavier) aus Bielefeld. Zu den Szymon-Laks-Liedern gesellen sich u.a. Gesänge von Debussy, Eisler, Ravel und Schubert. Martin Rösel liest aus dem Buch „Musik in Auschwitz“ von Szymon Laks.

Tiergartenallee 4 ✡ Eintritt frei. ✡ Spende willkommen.

Sonntag ✡ 04.11.2018 ✡ 18 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Rostock

Konzert der Klezmerband „Klezmafour“ (Polen)

Abschlussabend der Dritten Jüdischen Kulturtage in Rostock. Es darf getanzt werden.

Die Gruppe KLEZMAFOUR spielt Klezmer und Balkanmusik. Die Musiker stammen aus Lublin, Białystok und Warschau. Ihr Weg führte sie aus Polen über Rumänien, Bulgarien, die Türkei und Syrien bis nach Indien. Überall ernteten die jungen Musiker große Begeisterung. Traditionelle Instrumente gepaart mit Electro plus die Energie von KLEZMAFOUR führen zu einer Klangexplosion der besonderen Art. Die Band kann langsame Töne und Clubbeats. Bei internationalen Festivals errangen sie bereist diverse Preise. Das wiederum führte sie in die USA und nach Kanada, wo sie vor tausenden von Fans spielten, an der Seite solcher Größen wie Balkan Beat Box u.a. In den sozialen Medien heißt es: „Die Musik von KLEZMAFOUR ist mehr als nur eine frische Brise in der Musik, sie ist ein echter Sturm.“

Augustenstraße 20 ✡ Eintritt 6/10€

Ticket erhalten Sie an allen bekannten Vorverkaufskassen sowie online unter mvticket.de.

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Anschrift

Jüdische Gemeinde Rostock

Augustenstr. 20
18055 Rostock

Tel.: 0381 459 07 24
Fax: 0381 492 23 15

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